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Dr. Lutz Krämer

Obwohl ich in einem der besten Weinjahrgänge des letzten Jahrhunderts im sonnigen Weinland Baden zur Welt kommen durfte, habe ich meine Passion zum Wein erst entdeckt, als ich 1994 nach München gezogen bin. Ob es am Heimweh lag oder ich den Wein aus der Ferne zu den Weinbergen und -Festen bewusster verkostet habe, vermag ich heute nicht mehr zu rekonstruieren.

Schon während des Studiums hatte ich große Lust auf große Weine, konnte mir diese aber nicht leisten. Mit etwas Glück konnte ich 1997 acht Flaschen 1990er Château Latour für damals „nur“ 180 D-Mark erwerben, was dank der nachfolgenden explosiven Preissteigerung zur Finanzierung eines bescheidenen Weinkellergrundstocks diente. Als ich im Jahre 2009 eine stattliche Kellerauflösung insbesondere von ersten Gewächsen aus Bordeaux durchführte, war es mit der Liebhaberei aber vorbei, und mein Weinhandel „Finkenweine“ wurde gegründet. Nach 5 Jahren Weinhandel war es schließlich an der Zeit, den „Kataloghandel“ in einen modernen Internetshop umzustellen, und ich freue mich sehr, dass Sie sich für meinen aktuellen „onwine“-Auftritt interessieren.

Dr. Lutz Krämer

Mein Angebot richtet sich an Kulinarier, die gutes Essen und guten Wein schätzen und Spaß daran haben, ihren eigenen Geschmack zu erkunden. Im Wein suche ich in erster Linie die Harmonie. Frei nach dem Motto von SlowFood glaube ich auch, dass „langsame“ Weine dem Genießer die gesuchte Harmonie insbesondere in Verbindung mit einem schönen Essen vermitteln können. Es ist eine große Freude sich darauf einzulassen, geduldig und bewusst wahrzunehmen und sich mit Freunden darüber austauschen zu können. Weine mit großer Harmonie werden in der Regel sehr sorgsam auf möglichst naturnahe (i.e. biologische) Weise erzeugt und spiegeln die Region, aus der sie stammen und deren Menschen charakteristisch wieder.

Ob sie dabei ein Zertifikat besitzen, ist nach meiner Meinung von nicht so entscheidender Bedeutung: Es kommt lediglich auf den Inhalt der Flasche an (manche Winzer lehnen das Bio-Siegel sogar ab, weil Ihnen die Grenzwerte an Dünger und Herbiziden noch zu hoch sind). Vor diesem Hintergrund mag ich persönliche keine Weine, die im Keller designt werden: Ich befürchte, dass durch moderne Methoden wie Mikrooxidation, Vakuumverdampfung, zu viel Eiche usw. die wesentliche Identität des Weines wie beispielsweise der Charakter des Weinbergs oder des Jahrgangs verloren geht. Ein sorgfältig handgemachter Wein aus einer guten Lage macht sich im Keller fast von selbst. Ein schönes Beispiel meiner Philosophie ist der Bordeaux-Jahrgang 1987, der mir bei den ambitioniertesten Weinen ein paar der schönsten Weinerlebnisse überhaupt beschert hatte.

Dr. Lutz Krämer

Auf der Suche nach langsamen Weinen stoße ich immer wieder auf Entdeckungen vor Allem kleiner Betriebe. Nicht die großkommerziellen Produktionsstätten, sondern die familiären Kleinode mit Hingabe und Konsequenz versuche ich aufzuspüren. Gerne möchte ich Ihnen meine Weinauswahl auf diesen Seiten näher bringen, seien es weltweit gesuchte Raritäten aus Kleinstproduktionen oder in Deutschland noch recht unbekannte Weine außerordentlicher Qualität und Authentizität. Dabei verzichte ich auf die Angabe „vermeintlich objektiver“ Punktbewertungen der internationalen Weinpresse. Natürlich ist die Weinpresse ein sehr wichtiger Multiplikator von Informationen und öffnet dem geneigten Leser stets neue Perspektiven. Aber die Bewertung eines Weines sollte aus meiner Sicht jeder Weinfreund unbeirrt für sich selbst vornehmen.

Ich war und bin sehr oft bei Blindproben, die für die Einschätzung von Weinen ein sehr probates Mittel sein können und sich fast zu so etwas wie einem modernen Gesellschaftsspiel gemausert haben. Ich habe aber oft die Gefahr beobachtet, dass das Bessere des Guten Feind ist, und viele an sich sehr schöne Weine im Schatten eines wahrhaft großen Weines zu Statisten verkommen waren. Ich bevorzuge daher immer mehr den bewussten Genuss eines Weines, und der geht unbedingt schon mit der Vorfreude los…

Finkenweine – Ausgewählte Weine für Kulinarier
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