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Cornas 2015: Franck Balthazar am feinsten!

Cornas im Juli 2016: Wir besuchen voller Spannung den spannendsten Aufsteiger von Cornas: Franck Balthazar. Der sympathische Franck erzeugt auf naturnahe und traditionelle Art und Weise leider nur sehr wenig Wein in seinem neuen Keller (ein paar Häuser von Thierry Allemand entfernt). Der umtriebige Qualitätsfanatiker strebt nach Finesse und Ausdruck statt schierer Wucht und seine mineralischen Weine sind die feinsten der Appelation. Der herausragende Jahrgang 2015 hatte uns aus dem Fass nachhaltig in seinen Bann gezogen, so dass wir um eine gegenüber den Vorjahren etwas großzügigere Allokation gefleht hatten. Jetzt sind wir sehr, sehr glücklich, Ihnen diese raren und faszinierenden Weine aus 2015 anbieten zu dürfen.

Welch eine Erfrischung, als wir im heißen August den neuen, klimatisierten Keller von Franck Balthazar herabsteigen durften. Auf sehr engem Raum vinifiziert Franck Balthazar seine vor Gesundheit strotzenden Trauben und versucht, sich dabei so wenig wie möglich einzumischen. Er möchte das Terroir von Cornas, seine Mineralik und Finesse bei dunkelbeeriger Frucht, möglichst reintönig in die Flasche bringen. Wir probieren die 2015er aus dem Fass und sind sprachlos über die dargebotenen Qualitäten. Franck Balthazar berichtet strahlend und selbstbewusst von seinen Weinbergen und man spürt, wie sehr er diese Arbeit liebt. Er lässt sich nur während der Ernte von ausgewählten Helfern unterstützen und verwendet als Hilfsmittel statt Traktoren in seinen Steillagen nur eine Seilwinde.

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Franck Balthazar lässt uns seine 2015er Cornas verkosten.

Nachfolgend unser Angebot von Franck Balthazar aus Cornas:

 

für weitere Informationen zu den Weinen und/oder Bestellung bitte diese direkt anklicken; Angebot gültig solange Vorrat reicht)

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Cornas vor der Weinlese 2016.

Der Côtes-du-Rhône stammt aus zugekauftem Traubenmaterial aus dem malerischen Séguret. Der Wein besitzt die Balthazar-typische kristalline Strahlkraft und erst im Finish erkennt man den Hauch Wärme der südlichen Rhône. Ein Riesenwert, der unbedingt eine Stunde dekantiert werden sollte, da er viel reifes Tannin besitzt, welches durch seine Frucht und Würze aber mehr als ausgeglichen wird. Da es leider nur sehr, sehr wenig Flaschen davon gibt, muss ich diese auf maximal 3 Flaschen je Kunden limitieren.

Franck Balthazar hatte uns den im Tank auf seine Abfüllung wartenden Crozes-Hermitage probieren lassen: dies ist einer der seltenen, wirklich hervorragenden Vertreter dieser oft übersehenen Appelation. Der aus unentrappten, ganzen Trauben hergestellte Wein besticht durch Frische, viel Verve und einer für diese Region seltenen Klasse. Bravo!

Die Cornas aus 2015 setzen auf die hervorragenden, eleganten 2014er noch eine Schippe drauf. Wie Josh Reynolds von vinous.com schreibt, passt die auf Finesse getrimmte Vinifikation hervorragend zu den herausragenden Jahrgangsbedingungen. Zu den allerbesten Weinen der gesamten nördlichen Rhône gehörend, schwärmt Reynolds über die nicht nur feinsten Weine von Cornas, sondern auch dessen besten Werte. Die violett-farbene Cuvée Casimir Balthazar (benannt nach seinem Großvater aus mehreren kleinen Parzellen, die zu klein für Einzelabfüllungen sind) verbreitet ein äußerst aromatisches Bouquet aus dunklen Beeren, floralen Noten, etwas Süßholz und Piment. Schon die Fassprobe war dabei sehr saftig und von einer exzellenten Klarheit, dass sich das Ausspucken verbot. Der elegante Cornas endet sehr lang, seidig und floral und hat auch nach seiner Flaschenabfüllung nichts von der ursprünglichen Faszination verloren.

Der Cornas Sans Souffre (ohne Schwefel) zeigt sich wie gewohnt schon etwas nahbarer, trotz seiner immensen inneren Konzentration. Reife Brombeeren, Kirschlikör, etwas Rauch und feinste, schwarze Oliven verströmt das Probierglas. Sehr kraftvoll und voller Energie beschäftigt er unsere Sinne und all die schwarzrotblauen Frucht-, Schokoladen- Terroir- und Gewürzaromen werden von einem salzigem Säurekern getragen, so daß der Wein wie ein Kunstwerk daherkommt.

Zu guter Letzt hatte uns Franck den 2015er und noch einen generösen 2010er Chaillot zum Probieren gereicht. Aus über 100 Jahre alten Reben, die zum Teil vom berühmten Noel Verset stammen, bereitet er seinen Spitzen-Einzellagenwein. Beide Jahrgänge zeigen sich noch sehr dicht und eher verschlossen. Sie werden mit hinreichender Kellerreife zu zwei der größten Cornas der Neuzeit heranreifen, da war und bin ich mir absolut sicher. Beide verströmen ein komplexes Potpourri aus Cassis, Würzigkeit, Kirschkompott und Weihrauch, dass man gar nicht aufhören kann, an dem Glas zu riechen. Dahinter lauert eine außergewöhnliche Mineralik und setzt im sehr langen Abgang eine Explosion aus dunklen Früchten, Salzigkeit und perfekt ausgereiften Tanninen frei. Das ist ein wahrhaftig faszinierender Wein!

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Eine der lehrreichsten und spannendsten Verkostungen meines Lebens!

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