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Domaine de la Pinte – Es ist wieder Jurazeit!

Die Domaine de la Pinte wurde 1953 gegründet und Pierre Martin führt die Qualität der Weine auf ein herausragendes Qualitätsniveau. Er lässt die Weinberge seit vielen Jahren biologisch bzw. biodynamisch bewirtschaften und erzeugt Weine voller Rasse und Eleganz. Das Ziel sind keine anstrengenden Naturweine, sondern der klare Ausruck der wunderbaren Terroirs von Arbois und Pupillin. Eine mundwässernde Kollektion erwartet Sie, wenn Sie auf „Weiterlesen“ klicken…

Ob in den Weinmagazinen, sozialen Netzwerken oder Menu-begleitenden Weinempfehlungen, es scheint wieder Jurazeit zu sein! Lange Zeit für ihre charakterstarken, oxydativen Weine von kalkhaltigen Böden bekannt, haben die Weine des Juras in den letzten Jahren nicht nur eine Rennaissance erlebt, sondern gehören regelrecht zu den hipstern der europäischen Weinszene!

Overnoy, Tournelle, Ganevat, Macle, Tissot, Arlay… alles Namen, die vor vielleicht 10 Jahren nur die versiertesten Weinkenner kannten. Dank einiger engagierter Kollegen und Vorreiter sowie der hohen sozialen und medialen Transparenz unserer Welt haben es die Juraweine geschafft, aus ihrem lokalen Schattendasein die Weinszene kräftig aufzumischen. Sozusagen als Widerstandsbewegung gegen die parkerisierten Barriquebomben eigneten sich die mineralischen, einzigartigen, teilweise kantigen und niemals langweiligen Juraweine hervorragend. Ob als Aperitif, Essensbegleiter oder Probierwein… der Jurawein erlebt einen unglaublichen Höhenflug. Ehrlichkeit und Offenheit, understatement, Spannung, Geschichten erzählen können und das Herz am rechten Fleck erscheinen erfolgreiche Attribute für die neuen hipster aus dem Jura, auch wenn Tugenden im Wein als bloße Oenophilie gelten mögen.

Die Domaine de la Pinte verkörpert diesen Höhenflug in ihren Weinen auf natürliche Art und Weise und ist aus unserer kleinen Trinkhalle nicht mehr wegzudenken. Und das kam so…:

Jura

Arbois ist ein romantisches Städtchen voller Kulinaria und Kunst.

Meinen ersten Kontakt mit den Weinen von der Domaine de la Pinte hatte ich bei der rawwine-Messe in Berlin. Da gab es alte Bekannte, ein paar eher verunglückte Orangeweine und ein paar herausragende Neuentdeckungen, von denen die Domaine de la Pinte die erste ist, die ich Ihnen ans Herz legen möchte. Nach der Probe von lediglich vier Weinen musste ich unbedingt den Weg nach Arbois finden, um mehr zu probieren und mehr zu erfahren. In Arbois angekommen steigt die Laune sofort auf ein „high“ oder den berüchtigten „flow„, da der romantische Ort voller Weingeschäfte, einem herausragenden Chocolatier und einem herrlichen Käseladen gesäumt ist und natürlich eine sympathische Gastronomieszene mit juristischen Spezialitäten und Kulinaria bietet. Dazwischen sind Künstler zu Hause und über dem Ort schwebt etwas unbekümmertes und lebensfrohes, selbst wenn es mal wieder anfängt, zu regnen. Inmitten dieses kleinen lukullischen Paradieses finde ich mein Ziel, den Verkostungs- und Verkaufsraum der Domaine de la Pinte!

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Eine erfolgreiche Verkostung erkennt man immer daran, dass sie in keinem Moment als Arbeit, sondern stets als Vergnügen wahrgnommen wird!

Die Verkostung der verfügbaren Weine der Domaine de la Pinte gestaltet sich als freudvolle Aufgabe! Bereits der „Basis“-Chardonnay ist ein Musterbeispiel eines nicht (!)-oxidativen Arboisweins: klar, spannend und voller Saft und Biss für eine schöne Entwicklung der Tischfreuden bzw. in der Flasche. Der hohe Kalkmergelanteil des Terroirs von Pupillin führt zu noch mineralischeren Weinen wie denen von Pierre Overnoy oder eben auch diesem in Nachbarschaft gelegenen Fonteneille von Pierre Martin. Diese Weine beschäftigen den Verkoster und nicht umgekehrt: genau der richtig dosierte Nerv, um Aufdringlichkeit ebenso wie Langeweile zu vermeiden. Noch eine Stufe darüber thront einer der besten Weißweine des gesamten Jura. Während die Gelehrten darüber streiten, ob der Melon à queue rouge nun eine Verwandtschaft zum Chardonnay besitzt oder nicht, trinke und genieße ich ihn einfach. Zum anspruchsvollen Essen, Fusionküche oder auch asiatischem einfach ein überragender Begleiter voller Schmelz und Mineralik. So etwas darf man meines Erachtens nicht verpassen! Der Savagnin aus 2008 ist jetzt am Beginn seiner Trinkreife. Er ist nicht nur erstaunlich frisch, sondern ein echter Nasenwein: er besitzt die Komplexität und Finesse eines Grand Cru, so dass ich geneigt bin, ihn stundenlang erriechen zu wollen. Dafür ist er aber dann doch zu saftig und süffig und so muss ich erneut nachschenken…

Der Jurawein wurde durch seine Spezialität des oxydativen Ausbaus ähnlich dem sherry bekannt. Die Cuvée d´Automne bildet eine Brücke zu diesen Weinen, in dem lediglich 20% eines 2007er Savagnins oxidativ ausgebaut wurden und dieser mit 60% Savagnin und 20% Chardonnay (aus 2009) aus konventionellem Anbau assembliert wurde. Heraus kommt ein Wein, der zwar im Hintergrund die Juraoxidation besitzt, aber im gesamten noch als herkömmlicher Wein durchgeht. Probieren Sie diesen Wein zum Huhn in Morcheln oder gar zu einem indischen Curry, dann könnte dies den Einstieg in den traditionellen Jurawein darstellen, aus dem man schwerlich wieder zurück kommt. Ist der Einstieg erst einmal getan, könnte man auch bereit sein für den inoffiziellen Grand Cru des Jura, den berühmten Château-Chalon. So einen Wein gibt es nur ein Mal auf der Welt und er ist wahrlich nicht einfach zu verstehen oder everybody´s darling. Für Liebhaber dieser Art ist er aber der König der Weine und auf einer Stufe mit Montrachet, Chambertin oder d´Yquem!

Bleiben die Rotweine der Domaine de la Pinte, für die sie bereits seit einigen Jahren viel Lob erfährt. Der Capitaine ist genau das, was man in Burgund heute meist vergeblich sucht. Ein süffiger, eleganter und trotzdem spannender und komplexer Wein, den man liebevoll genießen kann, dabei aber eben auch noch bezahlen. Auf der rawwine hatte mich genau dieser Wein in seinen Bann gezogen und so lange nach mir gerufen, bis ich ihm endlich bis an seine Geburtsstätte gefolgt bin… Etwas ernsthafter und für mich die französische Antwort auf Nebbiolo ist der Trousseau. Ein Wein, der den Abschied vom Sommer versüßt und den Herbst in seinen buntesten Farben einläutet.

Nachfolgend unser Angebot der Domaine de la Pinte aus Arbois:

 

(für weitere Informationen zu den Weinen und/oder Bestellung bitte diese direkt anklicken; Angebot gültig solange Vorrat reicht)

Die Weinpublikationen Revue du vin de France, Bettane & Desseauve, vinous.com und facebook in allen Facetten haben die Domaine de la Pinte inzwischen auch im Fokus und verhelfen der Domaine de la Pinte zu dem verdienten Ruhm. Hoffen wir, dass wir Weinfreunde in Deutschland stets genug von den Weinen abbekommen.

Domaine de la Pinte Verkostung

Bei der heimlichen Verkostung in Arbois erwischt…

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