Marc Sorrel

Nördliche Rhone 2015: Marc Sorrel und der heilige Gral

Nördliche Rhone 2015: Marc Sorrel besitzt in den besten Lagen des Hermitage wunderschöne Parzellen mit alten Rebzeilen, hat seine Vinifikationsmethoden immer weiter perfektioniert, bereitet die Übergabe des Weingutes an seinen Sohn Guillaume vor und die Presse ist so begeistert wie noch nie: was für ein Glück!

Die Weine von Marc Sorrel gehörten lange Zeit zu den kräftigsten und intensivsten aus Tain l´Hermitage. Seit 2012 hat sich das jedoch dramatisch geändert: durch einen zunehmenden Anteil an Ganztraubenvergärung, eine noch natürlichere Weinbergsbearbeitung und den sehr behutsamem Ausbau im Keller haben die Weine enorm an Finesse gewonnen. In der Art erinnern mich die 2014er inzwischen fast etwas an die von Agnès Levet oder den Jamets mit einer zusätzlichen Infusion südlicher Sonne.

Die 2015er von Marc Sorrel werden in Frankreich zusammen mit Gonon, Levet, Paris und Chave zu den größten 2015ern gezählt und wir sind sehr glücklich, Ihnen ein paar dieser grandiosen Vertreter der nördlichen Rhone präsentieren zu dürfen…

Nördliche Rhone 2015: Hermitage von der Domaine Marc Sorrel

Der Weinberg „Hermitage“ gehört sicher zu den beeindruckendsten auf der ganzen Welt. Egal ob man die vielbefahrene Autobahn von Marseille nach Lyon entlangfährt oder die Landstrasse über die Rhône fährt: der Weinberg ist ob seiner imposanten Gestalt nicht zu übersehen. Aber auch qualitativ hat Hermitage seit Jahrhunderten einen herausragenden Ruf. Selbst die teuren Bordeaux wurden vor mehr als hundert Jahren mit Hermitage-Weinen aufgebessert und ein Bordeaux „hermitagé“ erzielte höhere Preise als ein rein regionales Produkt. Marc Sorrel besitzt ein paar Filetstücke auf diesem berühmten Weinberg, dessen Kapelle stets von Touristen aus aller Welt besucht wird: Le Méal, Les Greffieurs, Les Bessards, Les Roucoules und Les Plantiers.

Marc Sorrel

Marc Sorrel kann sehr stolz sein auf sein Erbe, seinen Sohn und seine Weine.

Marc Sorrel bereitet zwei verschiedene rote Hermitageweine. Der Hermitage classique wird zu knapp 80% aus fast 50-jährigen Reben in Les Plantiers, 15% aus etwa 30-jährigen Reben in Les Bessards sowie dem Rest aus ebenso alten Anlagen in Les Greffieux bereitet. Im herausragenden Jahrgang 2015. dem laut Weinjournalisten bisher besten der Domaine, wurden die Trauben zu etwa 50% entrappt und dann etwa 18 Monate in gebrauchten Fässern ausgebaut und weder geschönt, noch filtriert. Im Glas präsentiert sich der Wein ungemein duftig nach Brombeeren, Schlehen, Maulbeeren usw. Zwischen all den wunderbaren Früchten besitzt er eine mineralische Ader sowie perfekt eingebundene Tannine und ist dabei zupackend und balanciert zugleich. Dies macht ihn trotz aller Reifungshinweise zum Kandidaten für neugierige, ungeduldige Weinfreunde…

Wer die Suche nach dem heiligen Gral noch nicht aufgegeben hat und sich Eleganz, Finesse, Feinheit und aromatische Tiefe erwartet, für den bereitet Marc Sorrel augenzwinkernd den „Gréal“ (frz. für Gral) zu. Der Name referenziert die Assemblage der beiden Weinberge Les Greffieux und Le Méal. Der Löwenanteil (85-90% je nach Jahrgang) stammt dabei aus etwa 90 Jahre alten Reben aus dem besten Teil von Le Méal. Neben Syrah finden auch ab und an ein paar weiße Roussanne- und Marsanne-Trauben getreu der Hermitage-Tradition Einzug in die Cuvée und geben dem Wein noch etwas mehr Nerv. Seit 2012 wurde der Spitzenwein von Marc Sorrel nicht mehr entrappt und ansonsten gleich wie der Hermitage classique ausgebaut. Der 2014er präsentiert sich überaus elegant, aristokratisch und erhaben. Schlichtweg einer der großen Spitzenweine Frankreichs, die nicht viele Worte benötigen und für sich stehen wie ein Monolith. Das ist Syrah!

Nördliche Rhone 2015 Part 2: Diese Weine haben wir von Marc Sorrel für Sie zugeteilt bekommen:

 

Marc Sorrel

Nur die besten und gesundesten Trauben aus den besten Lagen finden bei Marc Sorrel den Weg bis ins Glas…