Nördliche Rhone 2015 - Cote Rotie

Nördliche Rhone 2015: Domaine de Rosiers – Condrieu & Côte-Rôtie

Nördliche Rhone 2015: Seit Maxime Gourdain die Domaine de Rosiers von seinem Onkel Louis Drevon übernommen hat, werden die Weine immer feiner und gehören ohne Zweifel in die Top 10 der besten Côte-Rôtie.

Die 2012er kamen daher wie Syrah-Weine aus dem Burgund; 2013 war deutlich kräftiger und kerniger, höchstbewertet und für eine lange Lagerung geschaffen; 2014 besticht durch seine Saftigkeit und Frische, die jung schon viel Charme versprühen wird und wie sieht es nun mit dem vielumjubelten 2015er aus?

Die just ausgelieferten 2015er sind wie eine Symbiose der besten Eigenschaften von Côte-Rôtie. Ohne jede Schwere oder Überreife besitzen sie all die Tugenden der Vorjahre, aber bei etwas mehr Konzentration und Dichte. Exzellente Weine für den mittel- und sicher auch langfristigen Genuss. Die Weine sind nicht so klassisch wie die von Levet, Barge oder Jamet, sondern etwas zugänglicher und geschliffener, etwas Pinot-hafter in der Wirkung (bei klassischer Syrah-Aromatik, wenn Sie verstehen, was ich meine) und Jahr für Jahr einfach großartige Vertreter der nördlichen Rhone. Wie sagte der Sommelier der Berliner Cordobar einmal zu mir: „Wir trinken viel zu wenig nördliche Rhone!“ Wie recht er doch hat. Ändern können wir das gemeinsam mit nachfolgendem Angebot….

Nördliche Rhone 2015: Condrieu und Côte-Rôtie von der „shooting“-Domaine de Rosiers

Maxime Gourdain präsentierte uns stolz seinen dritten Jahrgang, nachdem er die mit besten Weinlagen vor allem von der Côte Brune bestückte Domaine de Rosiers von seinem Onkel, Louis Drevon, übernommen hatte. Nachdem wir wegen der Augusthitze nur kurz durch die Weinberge marschiert waren, deklinierten wir die drei Côte-Rôtie-Abfüllungen aus 2014 und 2015 durch.

Nördliche Rhone 2015 - Domaine de Rosiers

Maxime Gourdain besitzt nicht nur grandiose Lagen, sondern vor allem Talent und Engagement!

Ich war bereits vom Jahrgang 2014 an der Rhône sehr begeistert, weil die Weine eine fast Pinot-artige Eleganz und Frische besitzen, dabei aber unbestreitbar ihren Granit- und Schiefercharakter zeigen. Die Konzentration, Dichte und Langlebigkeit nimmt von der Cuvée Drevon über den Coeur de Rose (die besten Fässer aus dem Herzen der Lage Côte de Roziers) bis hin zur Einzellagenabfüllung Besset zu. Die sich mit der Zeit und Luft entwickelnde Eleganz ist in allen drei Weinen nicht zu überschmecken. Was die nördliche Rhone 2015 von der Natur geschenkt bekam, ist noch einmal eine Stufe über dem, was die Vorjahrgänge boten: die Cuvée Drevon besitzt so eine saftige, pralle und runde Primärfrucht, dass man fast die Zaltos dabei zerbeisst. Der Coeur de Rose ist ein Elixir, welches noch einmal ein Mehr an Mineralik, innerer Spannung, Länge und Komplexität bietet. Aber dieses Herz am richtigen Fleck erfordert auch mehr Geduld als der 2014er, der seine Finesse schon früher offenbaren dürfte. Der Besset ist ein würdiger Abschluss, eine Art Grand Cru, der wie ein Burgunder die viel zitierte Eisenfaust im Samthandschuh darstellt und ein langes Leben genießen wird (wenn sie erfolgreicher als ich sind, den Korkenzieher von ihm lange genug fern zu halten).

Die größte Überraschung war für mich der Condrieu aus der Gemeinde St. Michel-sur-Rhône direkt unterhalb des berühmten Château-Grillet: Ein so mineralischer, saftiger und – verzeihen Sie bitte – absolut geiler Weißwein, dass ich schon am Tag der Lieferung die erste Flasche ihrer Bestimmung zuführen musste, ist mir bisher nur höchstseltenst begegnet. Was für ein Wahnsinns-Rhoneweißwein!!! Da würde selbst ein Hummer mit dem Schwanz wedeln… Der 2016er ist noch recht jung, lassen Sie ihn sich mit zunehmender Reife doch noch etwas mehr öffnen.

Nördliche Rhone 2015 Part 1: Diese Weine möchten wir Ihnen und Ihrem Herz(ch)en ans Herz wärmstens empfehlen:

 

Nördliche Rhone 2015 - Domaine de Rosiers

Ihre und unsere Weine warteten in Ampuis auf die Abholung nach Finkenkrug – jetzt nicht mehr 😉