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Reimitz 2013 – Neues aus der Toskana #2

Was passiert, wenn Pension und Passion aufeinander treffen…? Klaus Reimitz hat gute zwei Dutzend Jahrgänge Pergole Torte gekeltert und denkt gar nicht ans Austrinken. Unter eigener Regie möchte er die pure Essenz der Sangiovese herausarbeiten, die intrinsische Schönheit nach außen kehren und eine Ode an die Toskana in Flaschenform verfassen. All dies gelingt ihm im herausragenden Jahrgang 2013 noch erstaunlicher als in den beiden Vorgängerjahren. Wenn Sie die Toskana lieben und die Quintessenz der seit Römerzeiten favorisierten Traube schmecken möchten, dann kann ich Ihnen diesen Wein nur wärmstens empfehlen. Ein Supertoskaner, der eigentlich gar keiner ist, weil er so klassisch und rein daherkommt, dass selbst ein Chianti wie eine Modeerscheinung schmecken dürfte…

In einer Verkostung mit Klaus Reimitz lernt man mehr als beim Studium zahlreicher Bücher! Aus ihm spricht sowohl die langjährige Erfahrung als auch die ehrliche Berufung. Man spürt viel Humor aber keinerlei Verblendung oder gar Geltungsbewusstsein; das hat er nicht nötig. Und so verstehe ich bei einer Verkostung seines 2013er Weins aus der Magnum nebst einem (auch nicht schlechten) Percarlo zumindest in Ansätzen, warum der eine Wein so anders als der andere schmeckt. Über den Weinberg, den Schwefel, die Weinbereitung an sich und den Ausbau wird gesprochen; zwischen all der Analyse stets eine würzige Anekdote von der Ankunft des Riedelglases in der Toskana hin zu der Goldgräberstimmung der 80er Jahre. Bei der Verkostung des 2013er Reimitz meine ich, all diese kleinen Anekdoten zu schmecken als materialisiere sich ein Stück toskanische Gegenwartsgeschichte in meinem Glas. Einerseits komplex und changierend und andererseits von steter Klasse und Aristokratie erzählend, wechselt der Wein fast minütlich sein Gemüt. Es geht nicht um vordergründige Fruchtaromen und auch nicht um höchste Tanninkonzentration, sondern um echte Finesse, um Ausgewogenheit und Schönheit. Der Wein unterhält sich mit mir! Ich kenne wenige Weine, die unter Reintönigkeit nicht die ordinären Grundaromen einer Rebsorte verstehen, sondern die Traube als Vehikel des Terroirs selbst verstehen und in reinster Form wiedergeben. Es mutet philosophisch an, den Wein zu ergründen und ihn zu beschreiben. Aber ist der Geist des Weines nicht oft genug Quell der Selbstentdeckung und des großen Kontexts? Es gibt immer wieder schräge Diskussionen darüber, ob Sangiovese etwas mit Pinot Noir zu tun hat. Die eine Fraktion sagt nein, denn die Aromatik ist analytisch gesehen nicht miteinander zu verwechseln. Die andere Fraktion forscht nicht nach der Analyse und dem Ursprung, sondern nach der Wirkung. Und die kann bei einem minimalinvaisv ausgebauten Sangiovese nahezu identisch mit der eines Pinot Noir à la Roumier, Groffier oder vielleicht Drouhin sein. Für mich ist der Wein burgundisch in der Wirkung, aber nicht in seinem Sein.

Wenn Sie sich auch mit diesem Wein unterhalten wollen, biete ich Ihnen folgende Formate an (solange der Vorrat reicht):

 

(für weitere Informationen und/oder Bestellung bitte Wein direkt anklicken; Angebot gültig solange Vorrat reicht)

PS: Alle Abbildungen/Fotos mit freundlicher Genehmigung von Klaus Reimitz.

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