Weinmenu

Weinmenu – Sie kochen, wir reichen die Weinkarte ;-)

Wie wäre es mal mit einem attraktiven Weinmenu? Heute präsentieren wir Ihnen einen spektakulären Champagner-Neuzugang (Tarlant) zum Auftakt, herrlich frisch-nervige Rieslinge (Immich-Batterieberg) zum Stangengemüse mit Räucherfisch, charmante Essensbegleiter von der Loire (Amirault) zu Thunfisch-Tataki oder gebratenem Kalb sowie einem kräftigen Abschluss (Raspail-Ay) zum Schmorgericht oder Hartkäse. Jetzt müssen Sie nur noch etwas dazu kochen…

Tarlant

Eine Warnung vorab: es handelt sich hier NICHT um einen Einstiegschampagner, um eine Partybrause oder um die unkomplizierte Art, Freunde zu begrüßen. Tarlant bereitet herausfordernde, knackende, brutal kompromisslose, spektakuläre und alleinunterhaltende Champagner. Mit extremem Aufwand aus kleinsten Parzellen gewonnen, wirken diese High End-Champagner auf den ersten Blick vielleicht auch nicht ganz so günstig…, wenn man sie neben einem Krug Clos du Mesnil trinkt aber geradezu unverschämt preiswert! Diese Champagner gehören zum Größten, was aktuell nur unter großem Druck in Flaschen gehalten wird.


Reben, die auf Kreidebergen wachsen, sind mitverantwortlich für den einzigartigen Geschmack der Champagner.


Immich-Batterieberg

Ein einst großer Name wurde 2009 durch Gernot Kollmann aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Jahr für Jahr heimsen die Kollektionen größtes Lob ein und das Interesse der wachsenden Gefolgschaft übertrifft inzwischen die angebotenen Weine deutlich. Wir freuen uns, Ihnen die großen Lagen aus dem aktuellen Jahrgang ebenso zu präsentieren, wie attraktive Querschnitte durch das Programm bzw. die Toplagen in Probierpaketen. Wer Riesling liebt, kommt am Batterieberg nicht vorbei…


Märchenhafte, mittelmoselanische Weinromantik am Batterieberg.


Domaine Yannick Amirault

Einige Jahrgänge haben wir bereits von Benoit Amirault importiert und dabei wird das Probieren der Neuankömmlinge eines neuen Jahrgangs nie zur Routine. Jahr um Jahr begeistern uns die frischen Fruchtnoten von Heidelbeere und Schlehe und dieses tänzerische etwas, dass die besten Cabernet Francs der Loire zu jedem Weinmenu vielleicht die attraktivsten Rotweinen unseres Planeten sind. Und das gilt zumindest für mich sowohl für die Stilistik als auch die Preiskategorie dieser Weine. Die Loire hat einen echten run an guten Jahrgängen und wer nicht schnell genug austrinkt, wird mit zunehmender Reife von einem komplexen Rotwein überrascht. Ein 2012er Malgnagnes neulich war noch frisch und frech als wäre er gerade abgefüllt und entwickelt sich sicher noch lockere 20 Jahre weiter. Oder länger, wenn man genug davon eingekellert hat…


Frisch verpackte Vorfreude chez Benoit Amirault.


Domaine Raspail-Ay

Neben den vielen großen Weinen der nördlichen Rhône darf es auch gerne mal eine kräftigere Flasche aus dem Süden sein. Gigondas liegt direkt neben den päpstlichen Weinbergen an der südlichen Rhône unweit vom pittoresken Avignon. Die Weine bestehen wie die Nachbarn zum großen Teil aus Grenache, der mit variablen Anteilen an Mourvèdre und Syrah bereichert wird. Die Domaine Raspail-Ay erzeugt dabei eher traditionelle, komplexe und langlebige Rotweine, die zwar die Kraft des Südens verkörpern, durch spontane Vergärung in Betontanks und langem Ausbau in großen, gebrauchten Fässern gleichzeitig elegant und anmutig im Antrunk sind. Wer gerne etwas kräftigeres zum gegrillten Feder- oder Wald- und Wiesenvieh sucht oder auch mal zum Hartkäse am Ende des Weinmenu etwas Rotfruchtiges sucht, dürfte hier fündig werden.
Weinmen
Leben wie Gott in Frankreich in Gigondas.