domaine parent

Domaine Parent – „Ever energetic and always smiling“

Domaine Parent wird von Anne Parent und ihrer Schwester Cathérine Fages-Parent heute bereits von der 12. Generation der Familie Parent geleitet. Auch wenn Thomas Jefferson einst diese Weine ins weiße Haus importierte, waren die Zeiten und die Weine wohl nie besser als heute. Der bekannte Weinjournalist Allan Meadows bezeichnet Anne Parent als „ever energetic and always smiling“. Die zu den führenden Winzerinnen Frankreichs gehörende Anne Parent scheint ihr Naturell auch auf den Wein zu übertragen:

Nach den herausragenden, vollfruchtigen und dabei doch eleganten 2015er Burgundern („Yum! Yum!“), begegnen einem die 2016er Weine voller Energie, großer Komplexität, schwer in Worte zu fassender Terroir-Ausprägung und dabei auch immer irgendwie mit einem Lächeln.

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Pouilly Fuisse

Pouilly Fuissé – Von Rohdiamanten und anderen Geschichten…: Château des Rontets

Pouilly Fuissé ist ohne Zweifel der hochwertigste Cru aus dem Mâconnais: Die besten Exemplare bieten eine beeindruckende Verbindung aus Schmelz und Mineralik, so daß sie sich hinter keinem Chradonnay dieser Welt verstecken müssen. Zwei der bekanntesten Weinjournalisten in Frankreich, Michel Bettane & Thierry Desseauve, bringen jedes Jahr das in meinen Augen spannendste Verkostungsbuch für französischen Wein heraus. Ich freue mich, Ihnen daraus eine der „meilleurs domaines bio“ vorstellen zu dürfen, deren Weine die beiden als die Rohdiamanten der gesamten Region darstellen.

Ich werde unseren letzten Besuch des Château des Rontets nie vergessen: Der Mailänder Fabio Montrasi hatte sich nicht nur in die charmante Claire Gazeau verliebt, sondern nach der Heirat auch gleich Architekturjob und Milano gegen ein Leben als Winzer in Fuissé eingetauscht. Wenn man dieses wunderschöne Schlösschen auf dem höchsten Weinberg von Fuissé sieht, fühlt man sich fast wie im Märchen. Eine malerische Aussicht, ein romantischer Garten und ein authentisch eingerichtetes Haupthaus, welches voller Geschichten zu stecken scheint. An einem schattigen Fleckchen im Garten dahinter öffnet Fabio einige Probeflaschen für uns. Zunächst kommt Claire mit dem Einkauf für das Abendessen, bevor dann die (eigentlich studierenden) Kinder einfallen und fragen: „Oh, es gibt Wein?“. Schnell wird die Verkostungsrunde zu einem gesellschaftlichen get together und von den Probeflaschen bleibt nichts über…

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franck balthazar

Franck Balthazar – Cornas at its very best – 2016 ist da!

Franck Balthazar baut seine Weine in nächster Nähe von der Kult-Domaine von Thierry Allemand aus. Dabei gibt es nicht nur eine geographische Nähe der beiden Keller, sondern auch in den Weinbergen (beide besitzen alte Reben in Chaillot) und in der Weinbereitung (Ganztraubenvergärung, naturnaher Anbau und minimalinvasiver Ausbau) haben beide vieles gemeinsam. Durch die aufopferungsvolle Arbeit in den Weinbergen gehören beide Domainen inzwischen neben der bekannten Familie Clape zu den Top 3 von Cornas. Die Qualitätsdichte der wild-mineralischen Syrah aus Cornas ist inzwischen so hoch, dass diese Weine weltweit stark gesucht und von den Weinkarten der Sternegastronomie nicht mehr wegzudenken sind.

Der Jahrgang 2016 spielte dem eleganten Stil von Franck Balthazar voll in die Hände und hat seine vielleicht bisher beste Kollektion hervorgebracht. Während die massiveren 2015er eine lange Lagerzeit benötigen, werden die 2016er schon etwas früher viel Freude bereiten. Aber Vorsicht! Auch diese Weine werden mit zunehmender Lagerung immer mehr Komplexität und Größe erlangen. Ganz so wie die des illustren Nachbarn…

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Vincent Caille

Vincent Caillé – Domaine Le Fay d homme – Muscadet – Tour des vins de France 2. Etappe

Vincent Caillé ist für uns so etwas wie die Entdeckung des Jahres. Ausgelöst wurde meine Suche nach den besten Muscadet durch eine „vergessene Flasche“ eines 2008er Muscadet-Sèvre-et-Maine. Als mir die Flasche aus dem Probierregal auffiel, hatte ich schon die Befürchtung, dass der Wein vielleicht hinüber wäre. Doch weit gefehlt! Ein Muscadet, wenn auf der Hefe ausgebaut („sur lie„) kann hervorragend altern und an Fülle, Komplexität und Dimension gewinnen wie ein Burgunder. Als wir im 2-Sternelokal „Anne de Bretagne“ direkt am Atlantik einen 2012er Muscadet „Monnières“ von Caillé zu Langustinen, Muscheln, Petersfisch und Seezunge genossen, öffnete sich für uns der Himmel über dem Atlantik. Was für ein wunderbarer Wein, der eine Chablis-ähnliche Textur besaß (und uns zum Essen auch noch mehr Spaß machte als ein wahrhaftiger 2005er Le Clos von Dauvissat…!) und sich mit dem Fisch zu einem atlantischen Erlebnis der Extraklasse hervorspielte. Ich musste gleich am Tag darauf sofort das Weingut besuchen, wo mir die sympathische Tochter des Hauses gleich alle Weine erklärte und zum Probieren gereichte. Wenn Sie Muscadet noch nicht auf dem Zettel haben, kann ich diese Weine mit angenehm moderatem Alkoholgehalt, schöner Finesse und erstaunlicher Alterungsfähigkeit nur wärmstens empfehlen! (Nebenbei sei bemerkt, dass die Weine natürlich sehr gut gekühlt genossen werden wollen, entgegen dem sich nicht für jeden erschließenden Trend, Naturweine zu warm zu trinken…)

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yannick amirault

Yannick Amirault – Tour des vins de France 1. Etappe

Yannick Amirault und sein Sohn Benoît erzeugen natürlich die besten Cabernet Franc aus Bourgueil und St. Nicolas de Bourgueil. Während Clos Rougeard natürlich längst zum Objekt für Investoren mutiert, sind wir sehr froh, eine ebenso natürlich erzeugte Alternative anzubieten: Die beiden exzellenten Jahrgänge 2016 und 2017 haben Weine hervorgebracht, deren Charme und Anmut natürlich unmittelbar begeistern! Dabei dürfen wir natürlich die Langlebigkeit und damit verbundene Eleganz und Finesse dieser natürlichen Weine nicht vergessen. Nun aber genug des Primings

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Castello di Monsanto – Old Love – Chianti Classico

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Weinerlebnisse in den 90er Jahren. Da probierte ich alle Chiantis bei Tengelmann durch, verstand die Bordeaux-Fans nicht wirklich und der Tignanello war der größte, für mich schier unerreichbare Wein. Lange Zeit habe ich mich quer durch die Welt getrunken und nun blinzelt mich dieser Chianti Classico aus meinem Glas an: wie eine alte Liebe, eine nach Hause kommende, melancholische Einkehr. Ich meine, Vergangenheit riechen zu können. Das so bekannte und einzigartige Terroir der Toskana mit all seinen balsamischen, rostigen und rotfruchtigen Noten. Wenn man die Sangiovese-Traube so zart behandelt, kann sie einen dem Barolo ebenbürtigen Wein hervorbringen, der seine Herkunft in alle Welt hinausträgt.

Laura Bianchi und ihr Team vom Castello di Monsanto erzeugen einen minimalinvasiven Chianti der Spitzenklasse. Hier stehen die Herkunft der Trauben, die Aromen der Toskana und die innere Balance vorne. Nichts wird übertrieben, nichts geschminkt, nichts weggelassen: ein Chianti Classico, der mich zum Träumen einlädt.

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Meursault Premier Cru

Meursault Premier Cru: Die ausgezeichneten 2016er der Domaine Latour-Giraud

Meursault Premier Cru ist aktuell die höchste Qualitätsstufe in Meursault, da es keinen Grand Cru in diesem historischen Weinbauort gibt. Doch die Qualität der besten Perrières und Genevrières steht den berühmten Grand Cru weiter im Sünden nicht nach. Lebte ein Meursault (zu) lange Zeit in den 70er, 80er und vielleicht auch noch 90er Jahren noch vom bekannten Namen und galt als überteuert, kann man heute dank der Qualitätsoffensive zahlreicher Winzer wieder von Weinen sprechen, die ihren Preis im Vergleich zu den besten Burgundern anderer Ortschaften wieder mehr als wert sein dürften.

Ein sympathischer Spitzenwinzer, der wie es Burgundkenner Clive Coates ausdrückt, zu den intelligentesten Weinmachern der Côte de Beaune gehört, ist Jean-Pierre Latour. Er hat die Domaine Latour-Giraud seiner Familie auf ein Niveau gebracht, welches Jahr für Jahr den berühmtesten Spitzenwinzern in Meursault qualitativ in Nichts nachsteht. Seine Weine verfeinern sich dabei „auf“ der Flasche ähnlich wie beim nur wenige Häuser weiter lebenden Jean-Francois Coche, besitzen eine Mineralik, die an die Weine des Filmstarwinzers Guy Roulot erinnert und offeriert eine Frische, die seinen eigenen, einzigartigen Stil prägen. Sein bekanntester Wein ist der Meusault Premier Cru Genevrières, wo er zwei exzellente Parzellen besitzt. Er besitzt weitere, in sehr kleinen Mengen ausgebaute Meursault Premier Cru, die seine unverwechselbare Handschrift tragen und gleichzeitig Ausdruck ihrer jeweiligen Terroirs sind.

Als ich gestern die frisch eingetroffene Palette mit 2015er und 2016er Weinen in den Keller einsortierte, war dies eine außergewöhnlich große Freude. Ich glaube, man kann als Weinhändler nicht so stark abstumpfen, dass man nicht bei jeder einzelnen Kiste Meursault Premier Cru Perrières, Genevrières, Puligny-Montrachet Premier Cru Champs-Canet und – nicht zu vergessen – seinem exzellenten Meursault Village und Bourgogne Blanc das Leben und die Vorfreude auf diese Weine geniesst. Nachfolgend finden weitere Informationen zu unserem Angebot… Weiterlesen

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Caberlot von Il Carnasciale und Syrah von Stefano Amerighi – Toskanische Kultweine

Caberlot und Syrah aus der Toskana? Kaum ein Weinland lässt so viele schöne Bilder im Kopf entstehen wie die Toskana: Pinienflankierte Alleen durch sommerliche Hügellandschaften mit kleinen Schlossgütern voller guter Weine! Gibt es eine Region auf der Welt, die so viele Subregionen hervorgebracht hat und diese zu beständigen Werten entwickelt? Ich denk an Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano, Bolgheri Sassicaia oder Ornellaia, Vernaccia di San Giminiano, Morellino di Scansano, die vielen sogenannten Supertoskaner und viele mehr. Neben dem Reimitz haben es mir zwei Weingüter angetan, die in Italien als Kultweine gefeiert werden und die das Spektrum an Spitzenweinen in der Toskana schier endlos erscheinen lassen:

Wenn Sie bereit sind, die klassischen Pfade zu verlassen oder einfach nur einen sauguten neuen Wein trinken wollen, sind Sie hier (Heisenberg zum Trotz) zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Stefano Amerighi erzeugt nur wenige Tausend Flaschen naturnahen Syrah in Cortona unweit von Montepulciano und Arrezzo im Süden der Toskana. Sein herrlicher Weingarten Poggiobello di Farneta bringt dank seines komplexen Bodens (kreidiger Kalk, Ton und Schiefer) und der skrupulösen biodynamischen Pflege einen der besten Syrah Italiens hervor.

Bettina und ihr Sohn Moritz Rogosky erzeugen zusammen mit ihrem Weinmacher Peter Schilling einen raren Wein, der nur in Magnumflaschen abgefüllt wird. Das betont seine Einzigartigkeit, denn die in den 60er Jahren entstandene Kreuzung aus Cabernet Franc und Merlot ist weltweit einzigartig. Auf den wunderbaren Hängen des Weingutes Il Carnasciale sind sie die Basis für etwa 3000 Magnumflaschen, die von Sternegastronomen und Weinenthusiasten nicht nur gesucht, sondern auch mit größter Freude entkorkt werden. Denn obwohl die Weine sich mit zunehmender Kellerreife verbessern, sind sie zum freudvollen Genusstrinken da. Eine Le Pin-hafte Finesse und Erotik gepaart mit dem toskanischen Terroir ergibt einen der größten und rarsten Weine von ganz Italien: den Caberlot! Doch es gibt auch etwas neues zu entdecken …

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Weingut Michel

Weingut Michel – Badischer Frühling im Burgunderland

Weingut Michel: Vor etwa 50 Jahren zog der Großvater von Josef Michel von Munzingen am Tuniberg nach Achkarren im Kaiserstuhl. Die Familie Michel lieferte fortan die Trauben der hinzugewonnenen Rebflächen an die örtliche Winzergenossenschaft. Als Josef Michel 1983 in das elterliche Weingut einstieg, brachte er es nicht übers Herz, die sorgsam angebauten Weintrauben weiter an die Genossenschaft abzugeben und legte den Grundstein für den Erfolg des Weingut Michel.

Aus besten Lagen in Achkarren sowie alten Reben vom Tuniberg bereitet die Familie Michel herrliche Burgunderweine, auf die selbst die französischen Nachbarn stolz wären. Voller Saft und Kraft vom Vulkan sind dies Weine, die einfach Spaß machen und das auf jeder Stufe der Qualitätsleiter.

Aus Liebe zu dieser Weinregion und meiner Heimat habe ich zur Illustration ein Bild von Wolfram Scheffel mit freundlicher Genehmigung des bekannten Künstlers ausgewählt.

Titelbild © Wolfram Scheffel

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Noerdliche Rhone

Nördliche Rhone 2015: Domaine Jean-Claude Marsanne und Vincent Paris

Nördliche Rhone 2015: Das bedeutet feinster Syrah voller Saft und Kraft! Heute möchte ich Ihnen zwei Neuentdeckungen dieser wunderschönen Weinregion vorstellen, die es zunehmend mit Bordeaux und Burgund in Sachen Qualität und terroir (Ortstypizität) aufnehmen kann:

Es gibt wohl kaum einen besseren Einstieg in die Weine der nördlichen Rhône als den St. Joseph. Stets ein unverkennbarer cool climate-Syrah mit dem Einfluss von Granit-haltigen Böden und dabei eigentlich immer vergleichsweise erschwinglich. Einer der klassischen Vertreter dieses Weinstils ist die Domaine Jean-Claude Marsanne, die einen Wein bereitet, der sich nicht nach Moden richtet, sondern die Quintessenz eines St. Joseph darstellt.

Die Weine von Vincent Paris aus Cornas stellen eine wunderschöne Interpretation dieser vielleicht aktuell hipsten Ortsweine Frankreichs dar. Während die Weine von Franck Balthazar oder Auguste Clape einige Jahre der Reife benötigen, sind diese skrupulös bereiteten Weine bereits jung voller überschwenglicher Frucht und Lebensfreude. Dabei fehlt es ihnen aber an nichts… und ich biete hiermit gerne an, dass Ihnen nichts entgeht 😉

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