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R. & C. Schneider

R. & C. Schneider

WEINGUT R. & C. SCHNEIDER, ENDINGEN - Im Gasthaus „Zum Kaiserstuhl“ in Niederrottweil wird regional gut gekräutert gekocht und getrunken. Wir hatten einen 2008er Spätburgunder „R“ *** von Reinhold und Cornelia Schneider gewählt und waren überwältigt. Das war einer der besten Burgunder im ganzen Jahr 2014! So wunderbar ausbalanciert, elegant, komplex und lang. Es fiel schwer, nicht gleich auch noch eine zweite Flasche zu ordern, aber selbst mit Ortskenntnis muss man ja legal nach Hause kommen… Nach diesem Erlebnis habe ich mir gleich ein Probepaket vom Weingut bestellt, um alle Weine zu probieren. Die Begeisterung zog sich sodann vom ersten bis zum letzten Schluck aller (!) Probeweine durch und es war mir fast peinlich, dass ich als Badener dieses Weingut nie richtig im Fokus hatte. Wir haben oder hatten fast alle großen Badener im Programm, Huber, Bercher, Heger, Salwey usw. usf. Und nun sind wir sehr stolz, Ihnen die herrlich frischen und knackigen, dabei reintönigen und einfach hochklassigen Weine von Schneider aus Endingen präsentieren zu dürfen. Ich war direkt im Weingut und die Kaiserstühler Freundlichkeit, die Balance aus Selbstbewusstsein und Bescheidenheit und schlicht die perfekte, naturnahe Weinerzeugung machen einfach Spaß. Wenn es ein Inselweingut gäbe: voila!

Wunderbare Alltagsweine mit Suchtpotenzial sind die drei angebotenen Kabinette; der Auxerrois ist etwas verspielter, der Silvaner gradliniger und der Weißburgunder betörender als die gleichen Etiketten der meisten anderen Hersteller. Die Ruländer sind klassisch ausgebaut und brauchen etwas Reife (daher der Griff zum 2010er). Dann, nicht zu kalt getrunken, meint man fast, dass die Rückseite des Kaiserstühls (Westseite) nicht nur geographisch näher am Elsaß liegt. Die tropischen Früchte und die Komplexität erinnern an die besten trockenen Pinot Gris von Weinbach oder Trimbach, was das Bouquet angeht. Geschmacklich sind sie aber dann doch treue „Vulkanverwitterungsweine“ des Kaiserstuhls. Die Rotweine schießen für mich in jeder Preisklasse den Vogel ab. Bereits der Einstiegswein bietet eine reine Pinotfrucht, die man im Burgund lange suchen muss und wenn man sie findet, erst mal bezahlen muss. Mit jeder Steigerung kommt etwas Tiefe und Komplexität, Langlebigkeit, Länge und Tannin dazu. Mein Tip wären vielleicht die ***-Version aus 2011 sowie die Einzellage Schönenberg, die Terroir und Charakter für mich am Schönsten vereint. Das ist großes Burgunderkino und zumindest ich war beim Blick auf den monetären Gegenwert erstaunt, weil große Burgunder eigentlich immer auch große Geldbeutel benötigen. Die Familie Schneider belehrt mich eines Besseren… grandios!

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Spätburgunder *** "Schönenberg" 2009

R. & C. Schneider

Angereifter Lieblingsburgunder (13,5% Vol.)

Wenig Lagerbestand

Spätburgunder "R" *** 2008

R. & C. Schneider

Klassischer, reintöniger Pinot mit Suchtpotential (13% Vol.)

Wenig Lagerbestand

Ruländer Spätlese trocken *** "R" 2014

R. & C. Schneider

Saftig, cremig & langlebig (13% Vol.)

Wenig Lagerbestand

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