Immich-Batterieberg

Immich-Batterieberg – Greetings from the top

Immich-Batterieberg: Endlich ist es soweit, die 2020er Lagenweine von Gernot Kollmann (Immich-Batterieberg) sind in unserem Lager in Erlangen eingetroffen!
Unsere Vorfreude war nach ihrer ausgiebigen Verkostung Ende letzten Jahres beinahe grenzenlos, es ist in unseren Augen nämlich durchaus möglich, dass sie nach ein paar Jahren der Reife ihre herausragenden Vorgänger aus dem Jahrgang 2019 noch um Haaresbreite überflügeln könnten…

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staubin

Joseph Colin – New kid on the Bâtard

Domaine Joseph Colin ist ein Name, den man sich leicht merken kann und muß! Beim Namen Colin denkt man sofort an herausragende weiße Burgunder, doch wer gehört hier eigentlich zu wem?

Joseph Colin ist der Bruder von Pierre Yves Colin, der zusammen mit Caroline Morey (letzteres ist der 2. bekannte Name im Ort…) mit die einflussreichsten Burgunder erzeugt. Vater der beiden ist Marc Colin, aus dessen großem Weinbergbesitz sich die diversen Flaschen seiner Kinder füllen und dessen Domaine über Jahrzehnte hinweg den Ruf von St. Aubin in die Welt getragen hat (was seine exzellenten Chassagnes nicht disqualifizieren soll).

Doch Joseph Colin „nur“ als Mitglied einer bekannten Winzerfamilie zu bezeichnen, würde ihm und seiner Arbeit nicht gerecht werden. Er verfolgt seinen ganz eigenen Stil, der irgendwo zwischen dem schlank-mineralisch-reduktiven Stil seines Bruders und einem etwas opulenteren, entgegenkommenderen Stil rangiert. Vielleicht so etwas wie die goldene Mitte und so kommt es nicht von ungefähr, dass die ersten Weinzeitschriften, Fans und Händler weltweit die kleinen Mengen an biodynamisch erzeugten Superburgundern schnellstmöglich in die eigenen Regale verfrachten und einen beträchtlichen Teil höchstgenüsslich selbst entsorgen…

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Bruno Rocca

Eine Klasse klassischer Klassiker: Bercher, Bruno Rocca & Verset

Klassiker – Alle Jahre wieder fällt der Begriff „klassischer Wein“. Aber was soll man damit anfangen? Darf man diesen Wein nur bei Kerzenlicht in Begleitung eines Klavierkonzerts von Beethoven oder Brahms genießen? Werden die Weine in Oldtimern gebracht und vom Butler über Kerzenlicht dekantiert? Oder sind die Weine schon so alt, dass die Etiketten kaum mehr lesbar sind?

Wikipedia sagt: “ Als „klassisch“ im allgemeinen sprachlichen Sinne wird etwas bezeichnet, das typische Merkmale in einer als allgemeingültig akzeptierten Reinform in sich vereint und mithin als formvollendet und harmonisch gilt. Das Klassische bildet somit den zeitlosen Kontrapunkt zur zeitabhängigen Mode“

Und da wären wir bei den klassischen Weinen, die ich Ihnen heute ans Herz legen möchte: allesamt besitzen vielerlei Merkmale einer reinen Form einzelner Rebsorten, sind formvollendet und harmonisch und alles andere als eine zeitabhängige Mode.

Arne und Martin Bercher erzeugen am Kaiserstuhl große Weine, die etwas Zeit benötigen, um formvollendet im Glas zu stehen. Es gilt inzwischen als allgemeingültig akzeptiert, dass dieses Weingut mit an der nationalen Spitze steht. Weinführer (zB Eichelmann) gehen da sogar noch einen Schritt weiter und sprechen von internationaler Klasse.

Das Piemont hat durch die lauten Jubelstürme der Presse Anfang der 90er einen Aufschwung erlebt, wie wir ihn in der Weinwelt kaum ein zweites Mal erleben durften. Zunächst der Barriquemode folgend hat sich Bruno Rocca schnell an den Gaja-Zug angehängt und viel Erfolg eingeheimst. Sein Sohn Francesco macht einen Schritt nach vorne, indem er zwei zurückgeht. Neben einer noch naturnaheren Arbeit im Weinberg schwenkt er auf traditionelle Methoden im Ausbau der Weine im Keller um. So sind die Weine wieder klassischer im Stil, was ich sehr begrüße (auch wenn die älteren Exemplare von Bruno schon sehr gut, wenn auch anders waren).

Emmanuelle Verset lebt in einem Weinparadies unserer Zeit. Aus kaum einem anderem kleinen Örtchen in Frankreich kommen so viele reintönige, mineralische Syrah wie aus Cornas. Unsere Winzerin kommt nicht nur aus einer berühmten Familie, sondern erzeugt auch zunehmend berühmteren Wein. Ein Glück, dass sich dieser Klassiker noch nicht so rumgesrochen hat und wir daher noch nicht so stark kontingentieren müssen wie z.B. bei Franck Balthazar.

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Toskana

Best of Toskana – Castello di Monsanto, Stefano Amerighi & Il Carnasciale

Die Toskana ist für uns so etwas wie das Filetstück Italiens: fein marmoriert mit wunderbaren, geschmacksintensiven Mikroklimata und Terroirs stammen viele der größten Rotweine Italiens aus dieser Region. Wir kennen kaum eine andere Region weltweit mit so vielen berühmten Weinstilen und Spitzenerzeugern, so daß eine Auswahl von drei Herzensweinen nicht wirklich einfach erscheint. Heute bieten wir Ihnen ob der geringen Verfügbarkeit unserer drei Favoriten diese bereits im Vorverkauf an. Die Weine sind noch im Zulauf aus Italien und sollten je nach Verfügbarkeit an Speditionsfahrern in den nächsten 1-2 Wochen ausgeliefert werden.

Stefano Amerighi ist aus der italienischen Weinszene nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, weil er die Kultweine von Gonon nach Italien importiert und ein von Journalisten und Weinmagazinen umgarnter Winzerstern ist, sondern gerade weil er mit seinen naturnahen Syrahs zeigte, dass selbst das große Potential der Toskana noch nicht ausgeschöpft zu sein schien. Stilistisch sind seine Weine sehr eigenständig zwischen nördlicher Rhône und Toskana angesiedelt und aus unserem Portfolio nicht mehr wegzutrinken.

Gut befreundet mit Stefano ist die Familie von Moritz Rogosky, die mit dem Il Carnasciale international schon einen Schritt weiter auf der Erfolgslieter geklettert ist. Für uns ist der Caberlot so etwas wie der italienische Le Pin. Auch hier ist die Traubensorte (Caberlot) untypisch für die Region un bringt sehr eigenständige, ja fast erotische Weine hervor. Es gibt keine besseren Weine in der Toskana, nur andere.

Neben diesen charaktervollen Unikaten beweist die Familie Bianchi auf dem wunderschönen Castello di Monsanto, dass es nicht nur das neue sein muß, nach dem zu streben es sich lohnt. Auch die Klassik hat ihren Ruhm nicht umsonst verdient, sondern durch Jahrzehnte ehrgeizigen Schaffens! Die Weine von Monsanto sind herrlich traditionell, was ja irgendwie gerade wieder modern zu sein scheint. Ein warmherziger Ausdruck wie Daniel Barenboim und eine ruhige, unaufgeregte, zutriefst zufriedenstellende Aromatik beweist, dass Chianti Classico eine immer noch herausragende Appelation mitten in der Filetregion Italiens darstellt. Weiterlesen

Domaine_Latour-Giraud

2019er Latour-Giraud treffen Alte Bekannte

In eigener Sache möchte ich mal beschreiben, was zwei der schönsten Momente als Weinhändler aus meiner Sicht ausmachen:

1. die Vorfreude auf die Verkostung, wenn eine ganze Palette der besten weißen Burgunder vor die Tür speditiert wurde und

2. die großen Augen, wenn man in einem langjährigen Lager noch vergessene, unverkaufte, reife Burgunder aus Spitzendomainen entdeckt.

Für mich ist Burgund einfach der Inbegriff der besten Weine der Welt und wie kann eine Welt nicht gut sein, in der es Burgunder gibt?

Ersteres hatten wir letzte Woche als der phantastische Jahrgang 2019 von Jean-Pierre Latour (Domaine Latour-Giraud), dem Spitzenwinzer aus Meursault eintrudelte. Und ich nehme es vorweg: die Vorfreude auf die Verkostung wurde nur durch das Warten getrübt, bis der Wein endlich auf die richtige Temperatur gekühlt war. Grandiose Weine!

Letzteres passierte als ein Lager in der Nähe von Erlangen gesichtet wurde und großartige, angereifte Burgunder hervorbrachte. Alleine das Studieren der Etiketten machte schon glücklich…

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Biodynamische Weine

Biodynamische Weine im Aufwind: Jerome Castagnier und Vincent Eymann

Biodynamische Weine sind auf dem Vormarsch. Unabhängig davon, ob man die Lehren eines Rudolf Steiner studiert hat oder dem natürlichen Gleichgewicht skeptisch gegenübersteht: Die meisten der aktuellen Spitzenweingüter, die ihre Herkunft unverfälscht zum Ausdruck bringen wollen, arbeiten heute biodynamisch.

Eine Geschichte, wie sie in Burgund in den letzten beiden Dekaden häufig erzählt wurde: Ein Weingut mit schönen, soliden Burgundern wird von der nächsten Generation übernommen und die ersten Veränderungen finden im Weinberg statt. Wenn wie im Falle von Jerome Castagnier fast alle Weinberge der Familie in Grand oder Premier Crus der besten Gemeinden in Burgund stehen und jeder Quadratmeter so teuer ist, wie real estate-Preise in New York, dann darf man schon sehr, sehr bemüht um die dort wachsenden Trauben sein. Grandiose Burgunder sind die logische Konsequenz…

Die Familie Eymann in der Pfalz arbeitet ebenfalls biodynamisch und besitzt zudem noch ein paar der letzten Wurzelechten Rieslingreben in Deutschland! Bei den Burgundern kommen ertragsarme Klone aus der Heimat dieser großen Rebsorten zum Einsatz und so zeigt sich das Programm von Vincent Eymann sehr homogen und ausgeglichen, mit einer Tiefe, die in der Pfalz Ihresgleichen sucht (aber nur schwerlich findet).

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Girls in my life, Part One – Charakterweine!

Randy Newman sang einst von den Girls in my life mit der Betonung auf Part One… immer wenn ich an Charakterköpfe denke, fallen mir Musiker und Antihelden wie Randy Newman und natürlich auch Winzer ein. Die zwei Winzer, die wir Ihnen heute vorstellen möchten, haben nicht viel gemeinsam, außer, dass sie jedes Jahr echte Charakterweine hervorbringen. #borgodeltiglio #milch

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Bruno Dubois – Lebensfroher Saumur-Champigny und Brézé

Die Loire ist vielleicht ein Sinnbild der aktuellen Weinszene: junge, ehrgeizige Winzer, denen die Weinbergsarbeit als Selbstmarketing genügt, immer mehr biodynamisch arbeitende Betriebe, spannende Mikroterroirs und saftige Weine, die verzaubern statt zu erdrücken und zum Trinken gemacht sind.

Bruno Dubois gilt als einer der vielversprechendsten Winzer, die die Weine von der Loire auf die Karten der Pariser Bistrots bringen und Weinliebhaber weltweit den Spaß am Wein in den Vordergrund stellen. Saumur ist neben den Nachbarn aus Bourgueil und Chinon die spannendste Appellation in Sachen Rotwein (insb. Saumur-Champigny), bietet aber auch herausragenden Weißwein (insb. rund um das Château de Bréze).

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Inselweine

Meine Inselweine: Arrivage AGNÈS LEVET und FRANCK BALTHAZAR

Wenn Sie mich fragen, welche Weine ich mit auf die einsame Insel nehmen würde, muss ich nicht lange überlegen. Inselweine müssen mich unterhalten, mir Geschichten erzählen, mich glücklich machen, so lange halten bis ich gerettet werde und dann ein Vermögen wert sein, um vom viel umschriebenen vergrabenen Schatz der Insel dem Geretteten ein Reichtum zu bescheren…

Ich bin mir sicher, dass die Weine von Agnes Levet und Franck Balthazar genau diese Eigenschaften besitzen. Durch deren Edelsteinähnliche Rarität und weltweite Nachfrage, der exorbitanten Fachpresse (alle Weine schöpfen nur das oberste Ende der vinous-Bewertungsskala aus) und dem schieren Funkeln im Glas und den verlockenden Düften verheißen sie auch den nicht seetauglichen Weinentdeckern Inselgefühle. Nur den geheimen Platz im Keller sollte man auf seiner Kellerkarte gut verstecken…

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Suavia

Offene Geheimnisse – Suavia, Davide Carlone, Bordeaux-Aktion und Mouthes-Le Bihan

Seien wir ehrlich: die Zeit der Jäger und Sammler dauert bei der Beschaffung von Wein wohl noch lange an. Viele von uns werden wohl die Massenhaltung im Keller einer Bedarfsgerechten Kühlschrank-Haltung vorziehen. Doch im Gegensatz zu Pilzsammlern oder Jägern verlorener Schätze sind wir Weinfreunde doch stets nächstliebend davon begeistert, Geheimnisse zu öffnen. Das Teilen einer neu entdeckten Bouteille mit Freunden und auf sozialen Medien vervielfacht die Freude und die Lust auf mehr. Doch nichts übertrifft den Moment der Offenbarung der Geheimnisse des Flaschengeistes, die der natürliche Feind der Korkeiche nach Jahren der Verschlossenheit aus ihm herausdreht.

Es ist unser steter Ehrgeiz, Ihnen abseits des Mainstreams solche Momente zu bescheren und wir möchten Ihnen heute eine ganze Reihe an Geheimnissen in Flaschenform zur Öffnung anheimstellen: die unbekannten Spitzen Norditalienens (Suavia und Carlone) ebenso wie die offenen Schlösser aus Bordeaux in weiß und ein Multitalent aus dem Südwesten (Mouthes-Le Bihan).

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