BurkhardtSchür

BurkhardtSchür – Das große deutsche Prickeln!

BurkhardtSchür aus Bürgstadt in Franken

Das teuerste Buch meines Lebens war „Champagne“ von Peter Liem. Dort sind alle Terroirs der Champagne bestens beschrieben und damit ich nicht nur die Theorie verstehe, habe ich mir bei jedem Kapitel eine Flasche zur praktischen Validierung bestellt und diese ausschließlich zu Bildungszwecken verkostet. Was für eine harte Arbeit…!

Und jetzt nimmt das ganze sogar in Deutschland weitere Ausmaße an…

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Bacchereto

Bacchereto – Carmignano: „Wenn die Blätter fallen…“

Fattoria di Bacchereto – Carmignano für den Herbst!

Was habe ich früher in München oft und gerne Carmignano getrunken. Ob es daran lag, dass mir die Weine als Student erschwinglicher als die Florentinischen Nachbarn erschienen oder in der italienisch inspirierten Stadt einfach besser schmeckten? Ein lieber Finkenweine-Kollege hat mir vor wenigen Tagen eine Flasche zur Probe geschickt und was soll ich sagen? Ich vergebe ja keine Punkte für Weine, sondern habe statt dessen lieber darum gebeten, jede verfügbare Flasche von diesem Wein zu bekommen! Ganz uneigennützig sind wir aber gerne bereit, etwas davon auch mit Ihnen zu teilen… 😉

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Cornas von Balthazar: Can t get enough of that funky stuff!

Cornas von Franck Balthazar – das sind naturnah erzeugte Trauben aus perfekten Steillagen, die im Keller minimalinvasiv und mit sehr wenig Schwefel ausgebaut werden. In geographisch wie stilistisch nächster Nähe zu Kult-Cornasstar Thierry Allemand erzeugt Franck aktuell mit die spannendsten Weine der gesamten nördlichen Rhône voller Saft und Kraft, Ausdruck und Noblesse.

Da viele Stammkunden diese Weine seit Jahren kennen und lieben, spare ich mir die lange Vorrede und komme zuerst zum Wein und danach zu ein paar Informationen…

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BORGO DEL TIGLIO – Der berühmte Lindenweiler im Friaul

Borgo del Tiglio steht für sehr individuelle Weine, die laut vieler Journalisten zu den besten Italiens gehören. Aber Vorsicht, es sind keine Mainstream-Weine für Jedermann und Jedentag. Es hat ein paar Jahre gedauert bis die Weine in Deutschland einen ähnlichen Ruf und eine vergleichbare Anhängerschaft gefunden hatten wie in Italien, USA, Skandinavien oder anderen Ländern.

Bei der Weinerzeugung wird hier nichts dem Zufall überlassen und jeder einzelne Schritt beruht nicht nur auf mehr als 35 Jahren Erfahrung, sondern einer skrupulösen Experimentiererei, die jedem Naturwissenschaftler zur Ehre gereichen würde. Veröffentlicht wurden keine wissenschaftlichen Texte, Auszeichnungen und Errungenschaften sondern Publikationen in Flaschenform. Diese Ergebnisse sind sehr beeindruckend und die meisten Weine bis zum 1982er zurück noch in bester Verfassung. Das ist nicht unbedingt typisch für italienische Weißweine; Nicola Manferrari ist aber auch kein typischer Winzer…

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LEVET – OLD SCHOOL – 2016 Côte-Rôtie

Es hat sich inzwischen weit herumgesprochen: wer große Terroirweine sucht, kommt früher oder später an den wunderbaren Côte-Rôtie von Agnès Levet vorbei. Meine erste Begegnung mit diesen Weinen vor vielen Jahren ist in meinem Gedächtnis verankert als wäre es erst gestern gewesen: Noch nie hatte mich ein Syrah emotional so berührt und so viel Charakter und Tiefe bei sinnlicher Textur und Anmut bewiesen.

Wird in Ihrem Job auch so viel über Digitalisierung, Industrie 4.0 und KI geredet? Sind Sie auch manchmal von der Informationsflut aus Ihrer Welt und der Welt der anderen etwas überfordert? Ich (ver)suche oft den Ausgleich in Dingen, die irgendwie old school sind: eine alte Vinylplatte mit handgemachter Musik, ein Buch zum Blättern statt zum Wischen und einen ungeschminkten Wein, der seine Herkunft offen zeigt und nicht von Moden maskiert wird. All diese Virtuen scheinen die Weine von Agnès Levet aus Ampuis in sich zu vereinen und ich sichere mir seit einigen Jahren stets ein paar solcher Momente für die Zukunft. Dem Yogiismus sei für die Erkenntnis gedankt, dass „old school“ nie aus der Mode sein wird…

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Domaine Parent – „Ever energetic and always smiling“

Domaine Parent wird von Anne Parent und ihrer Schwester Cathérine Fages-Parent heute bereits von der 12. Generation der Familie Parent geleitet. Auch wenn Thomas Jefferson einst diese Weine ins weiße Haus importierte, waren die Zeiten und die Weine wohl nie besser als heute. Der bekannte Weinjournalist Allan Meadows bezeichnet Anne Parent als „ever energetic and always smiling“. Die zu den führenden Winzerinnen Frankreichs gehörende Anne Parent scheint ihr Naturell auch auf den Wein zu übertragen:

Nach den herausragenden, vollfruchtigen und dabei doch eleganten 2015er Burgundern („Yum! Yum!“), begegnen einem die 2016er Weine voller Energie, großer Komplexität, schwer in Worte zu fassender Terroir-Ausprägung und dabei auch immer irgendwie mit einem Lächeln.

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Pouilly Fuisse

Pouilly Fuissé – Von Rohdiamanten und anderen Geschichten…: Château des Rontets

Pouilly Fuissé ist ohne Zweifel der hochwertigste Cru aus dem Mâconnais: Die besten Exemplare bieten eine beeindruckende Verbindung aus Schmelz und Mineralik, so daß sie sich hinter keinem Chradonnay dieser Welt verstecken müssen. Zwei der bekanntesten Weinjournalisten in Frankreich, Michel Bettane & Thierry Desseauve, bringen jedes Jahr das in meinen Augen spannendste Verkostungsbuch für französischen Wein heraus. Ich freue mich, Ihnen daraus eine der „meilleurs domaines bio“ vorstellen zu dürfen, deren Weine die beiden als die Rohdiamanten der gesamten Region darstellen.

Ich werde unseren letzten Besuch des Château des Rontets nie vergessen: Der Mailänder Fabio Montrasi hatte sich nicht nur in die charmante Claire Gazeau verliebt, sondern nach der Heirat auch gleich Architekturjob und Milano gegen ein Leben als Winzer in Fuissé eingetauscht. Wenn man dieses wunderschöne Schlösschen auf dem höchsten Weinberg von Fuissé sieht, fühlt man sich fast wie im Märchen. Eine malerische Aussicht, ein romantischer Garten und ein authentisch eingerichtetes Haupthaus, welches voller Geschichten zu stecken scheint. An einem schattigen Fleckchen im Garten dahinter öffnet Fabio einige Probeflaschen für uns. Zunächst kommt Claire mit dem Einkauf für das Abendessen, bevor dann die (eigentlich studierenden) Kinder einfallen und fragen: „Oh, es gibt Wein?“. Schnell wird die Verkostungsrunde zu einem gesellschaftlichen get together und von den Probeflaschen bleibt nichts über…

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franck balthazar

Franck Balthazar – Cornas at its very best – 2016 ist da!

Franck Balthazar baut seine Weine in nächster Nähe von der Kult-Domaine von Thierry Allemand aus. Dabei gibt es nicht nur eine geographische Nähe der beiden Keller, sondern auch in den Weinbergen (beide besitzen alte Reben in Chaillot) und in der Weinbereitung (Ganztraubenvergärung, naturnaher Anbau und minimalinvasiver Ausbau) haben beide vieles gemeinsam. Durch die aufopferungsvolle Arbeit in den Weinbergen gehören beide Domainen inzwischen neben der bekannten Familie Clape zu den Top 3 von Cornas. Die Qualitätsdichte der wild-mineralischen Syrah aus Cornas ist inzwischen so hoch, dass diese Weine weltweit stark gesucht und von den Weinkarten der Sternegastronomie nicht mehr wegzudenken sind.

Der Jahrgang 2016 spielte dem eleganten Stil von Franck Balthazar voll in die Hände und hat seine vielleicht bisher beste Kollektion hervorgebracht. Während die massiveren 2015er eine lange Lagerzeit benötigen, werden die 2016er schon etwas früher viel Freude bereiten. Aber Vorsicht! Auch diese Weine werden mit zunehmender Lagerung immer mehr Komplexität und Größe erlangen. Ganz so wie die des illustren Nachbarn…

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Vincent Caille

Vincent Caillé – Domaine Le Fay d homme – Muscadet – Tour des vins de France 2. Etappe

Vincent Caillé ist für uns so etwas wie die Entdeckung des Jahres. Ausgelöst wurde meine Suche nach den besten Muscadet durch eine „vergessene Flasche“ eines 2008er Muscadet-Sèvre-et-Maine. Als mir die Flasche aus dem Probierregal auffiel, hatte ich schon die Befürchtung, dass der Wein vielleicht hinüber wäre. Doch weit gefehlt! Ein Muscadet, wenn auf der Hefe ausgebaut („sur lie„) kann hervorragend altern und an Fülle, Komplexität und Dimension gewinnen wie ein Burgunder. Als wir im 2-Sternelokal „Anne de Bretagne“ direkt am Atlantik einen 2012er Muscadet „Monnières“ von Caillé zu Langustinen, Muscheln, Petersfisch und Seezunge genossen, öffnete sich für uns der Himmel über dem Atlantik. Was für ein wunderbarer Wein, der eine Chablis-ähnliche Textur besaß (und uns zum Essen auch noch mehr Spaß machte als ein wahrhaftiger 2005er Le Clos von Dauvissat…!) und sich mit dem Fisch zu einem atlantischen Erlebnis der Extraklasse hervorspielte. Ich musste gleich am Tag darauf sofort das Weingut besuchen, wo mir die sympathische Tochter des Hauses gleich alle Weine erklärte und zum Probieren gereichte. Wenn Sie Muscadet noch nicht auf dem Zettel haben, kann ich diese Weine mit angenehm moderatem Alkoholgehalt, schöner Finesse und erstaunlicher Alterungsfähigkeit nur wärmstens empfehlen! (Nebenbei sei bemerkt, dass die Weine natürlich sehr gut gekühlt genossen werden wollen, entgegen dem sich nicht für jeden erschließenden Trend, Naturweine zu warm zu trinken…)

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yannick amirault

Yannick Amirault – Tour des vins de France 1. Etappe

Yannick Amirault und sein Sohn Benoît erzeugen natürlich die besten Cabernet Franc aus Bourgueil und St. Nicolas de Bourgueil. Während Clos Rougeard natürlich längst zum Objekt für Investoren mutiert, sind wir sehr froh, eine ebenso natürlich erzeugte Alternative anzubieten: Die beiden exzellenten Jahrgänge 2016 und 2017 haben Weine hervorgebracht, deren Charme und Anmut natürlich unmittelbar begeistern! Dabei dürfen wir natürlich die Langlebigkeit und damit verbundene Eleganz und Finesse dieser natürlichen Weine nicht vergessen. Nun aber genug des Primings

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